• Aktionsplan gegen staatliche Zersiedlung: 2. Heimliche Umverteilung via Staatsunternehmen beenden!

    Bewohner der Randregionen erhalten dieselben Leistungen zu denselben Preisen wie die Stadtbewohner. Die Kosten für die Erschliessung mit Elektrizität oder die Zustellung eines Briefes sind jedoch wesentlich höher aufgrund der Distanz und der geringen Siedlungsdichte. up! fordert deshalb, dass Infrastrukturunternehmen wie der Post oder Elektrizitätswerken erlaubt wird, Regionen nicht zu bedienen oder von Bewohnern dieser Regionen kostendeckende Preise zu verlangen.

    Die Herstellung der Kostenwahrheit des Service Public für Agglomerationen und Randregionen würde gemäss up! die staatlich geförderte Zersiedlung eindämmen. Darum ist sie Teil des “Massnahmenplans gegen die staatliche geförderte Zersiedlung” von up!schweiz.

     


    Die Unabhängigkeitspartei up! sagt einstimmig Nein zur Zersiedelungsinitiative (Abstimmungstermin: 10. Februar 2019).

    up! kritisiert, dass die Initiative eine zusätzliche staatliche Regulierung fordert für ein Phänomen, das hauptsächlich durch den Staat geschaffen wurde, nämlich durch die staatlich geförderte Zersiedelung.

    Die liberale Partei lehnt nicht nur die Initiative ab, sondern geht noch einen Schritt weiter und fordert die Abschaffung der staatlichen Raumplanung als Ganzes. Als Gegenvorschlag, will die Partei in den kommenden Wochen einen Aktionsplan präsentieren, wie die staatlich geförderte Zersiedlung mit freiheitlichen Massnahmen und mit einem Abbau von staatlichen Eingriffen erreicht werden kann.

  • Aktionsplan gegen staatliche Zersiedlung: 1. öV-Subventionen abschaffen!

    Mit nur 46% der tatsächlichen Kosten zahlen die Bahn Passagiere heute deutlich weniger als eigentlich nötig. (https://goo.gl/oGDDd4)  Diese, durch die Politik, künstlich tief gehaltenen Preise führen zu einer Übernachfrage der Bahn, was wiederum zu einem höheren Investitionsbedarf führt und somit die Kosten noch weiter in die Höhe treibt. Bereits heute investiert die Schweiz pro Kopf fast fünfmal so viel in die Bahninfrastruktur wie unser Nachbarland Deutschland. (https://goo.gl/QVra4C; https://goo.gl/tpdJFB) Auch werden diese Investitionsprojekte leider oft von regionalen Partikularinteressen anstatt von volkswirtschaftlichen Kosten-Nutzen-Überlegungen getrieben. Das Resultat sind unrentable Linien, die mit einem Bus oder alternativen Transportmöglichkeiten besser bedient wären. Dieser subventionierte Ausbau der Bahninfrastruktur ist ein Haupttreiber der Zersiedelung. (https://goo.gl/ikNxv2)

    Die Unabhängigkeitspartei up! fordert deshalb Kostenwahrheit im Bahnbetrieb. Die öV-Subventionen sollen abgeschafft werden. Im Gegenzug sollen im selben Umfang die Steuern gesenkt werden, damit jeder wieder eigenständig über sein Geld verfügen kann.

    Die Abschaffung der öV-Subventionen würde gemäss up! die staatlich geförderte Zersiedlung eindämmen. Darum ist sie Teil des “Aktionsplans gegen die staatliche Zersiedlung” von up!schweiz.

     


    Die Unabhängigkeitspartei up! sagt einstimmig Nein zur Zersiedelungsinitiative (Abstimmungstermin: 10. Februar 2019).

    up! kritisiert, dass die Initiative eine zusätzliche staatliche Regulierung fordert für ein Phänomen, das hauptsächlich durch den Staat geschaffen wurde, nämlich durch die staatlich geförderte Zersiedelung.

    Die liberale Partei lehnt nicht nur die Initiative ab, sondern geht noch einen Schritt weiter und fordert die Abschaffung der staatlichen Raumplanung als Ganzes. Als Gegenvorschlag, will die Partei in den kommenden Wochen einen Aktionsplan präsentieren, wie die staatlich geförderte Zersiedlung mit freiheitlichen Massnahmen und mit einem Abbau von staatlichen Eingriffen erreicht werden kann.

  • Lizenzen, Standards und Qualität – Eine Analyse des Taxigesetzes

    In Zürich scheint ein lang anhaltendes Zerwürfnis ein mehr oder weniger gnädiges Ende gefunden zu haben. Der Interessenkonflikt zwischen Taxis und Fahrdiensten wie Uber scheint vorläufig entschieden.1 Das verabschiedete Gesetz wird von einigen gelobt und anderen bemängelt, wobei der eigentlichen Problematik leider nur wenig Beachtung geschenkt wird. Es wird Zeit für einen Überblick, der dem interessierten Leser reinen Wein einschenken soll.

    Wer immer sich mit der Wissenschaft der Ökonomie anfreunden will, wird früher oder später durch die vorhandene Fachliteratur mit der Problemstellung des Monopols konfrontiert. Die Monopoltheorie beschreibt die Möglichkeit eines einzigen Anbieters für ein Produkt oder eine Dienstleistung, und die einhergehende Ausbeutung der Kundschaft durch überhöhte Preise. Die Erleichterung kommt erst wenn man feststellt, dass solche Monopole in der Geschichte des freien Marktes noch nie in Erscheinung getreten sind. Wo immer ein Gewinn erwirtschaftet werden kann, ist die Konkurrenz nicht fern. Die Konsequenz sind bessere Qualität und tiefere Preise, wovon die Gesamtbevölkerung profitiert.

    Die einzigen Monopole, welche über einen längeren Zeitraum zu bestehen vermochten, verfügten über eine ganz spezielles Qualitätsmerkmal. Sie waren alle gesetzlich verordnet und hebelten so den freien Markt aus. Schlechtere Qualität und höhere Preise hielten entsprechend Einzug. Dies ist verständlich. Investitionen in Innovation und höhere Kundenzufriedenheit ergeben nur Sinn, wenn der Kunde eine Ausweichmöglichkeit hat, und so das Potential eines finanziellen Verlustes gegeben ist.

    Glücklicherweise konnte sich keines dieser Monopole (mit wenigen Ausnahmen) bis in die heutige Zeit halten. Entsprechend geniessen wir jetzt in den meisten Branchen eine breite Auswahl an unterschiedlichen Produkten und Dienstleistungen, die jeden Geschmack und jedes Portemonnaie zu befriedigen vermögen.

    Das heisst jedoch nicht, dass nicht andere Mechanismen zur Anwendung kommen, welche die Konkurrenz abschwächen und de fakto Monopolpositionen ermöglichen. Die verbreitetste Methode ist ohne Zweifel die Lizenzierung.

    Lizenzen sind auch in der Schweiz eine Allgegenwärtigkeit. Dies betrifft einzelne Berufe (Apotheker, Anwälte, Optiker, etc.) wie auch ganze Branchen (Glücksspiel, Alkohol, Briefverkehr, etc.). Ihre Existenzberechtigung wird von Befürwortern seit jeher mit den gleichen Argumenten verteidigt – Mindeststandards. Mindeststandards hinsichtlich Qualität und Sicherheit sollen für Anbieter und Kunden das bestmögliche Ergebnis herausholen, wobei jedoch die grundlegensten Funktionen und Vorzüge des freien Marktes ignoriert werden.

    Lizenzierungen stellen in erster Linie einen künstlichen Flaschenhals dar, durch welcher sich ein potentieller Marktteilnehmer zuerst durchzwängen muss. Dies limitiert in jedem lizenzierten System die Konkurrenz (ob nun beabsichtigt oder nicht). Auch wenn Vorschriften hinsichtlich der Erteilung einer Lizenz moderat erscheinen mögen (Meldevorschriften, Kennzeichnungen, spezielle Bewilligungen, etc.), so stellen sie trotzdem eine künstliche Hürde dar. Wer immer nicht die Mittel oder die Geduld besitzt sie zu überspringen, ist von der Teilnahme am Markt ausgeschlossen. Somit bleibt seine Dienstleistung dem potentiellen Kunden verwehrt.

    Ebenso wird ausser Acht gelassen, dass sämtliche Standards subjektiv sind, ständigem Flux unterliegen und sich einer breiten Palette von Kundenwünschen anzupassen haben. Was heute als sicher, sauber und qualitativ hochstehend gilt, kann morgen schon anders aussehen. Ständige Verbesserungen in Preis und Qualität müssen jedoch durch so viel Konkurrenz wie möglich herbeigeführt werden. Verweigert man sich diesem Prozess, wandern die Kunden notgedrungen ab. Reglementarisch festgesetzte Standards können hingegen nur den ‘Status Quo’ kodifizieren; mehr nicht.

    Gleichzeitig wird so ersichtlich, wie Lizenzierungen nicht nur potentielle Anbieter ausschliessen, sondern gleichzeitig potentiellen Kunden den Gebrauch solcher Dienstleistungen verwehren. Personen mit beschränkten finanziellen Mitteln sind hier die leidtragenden. Ist man als Kunde knapp bei Kasse kann es sein, dass man Qualitätseinbussen für einen niedrigeren Preis gerne akzeptiert. Anbieter haben jedoch keine Möglichkeit ein solches Angebot zu offerieren. Halten sie sich nicht an die Mindeststandards, laufen sie Gefahr ihre Lizenz zu verlieren. Entsprechend werden ärmere Bevölkerungsschichten ganz vom Erwerb ausgeschlossen.

    Wie sieht die Sachlage also hinsichtlich der Lizenzierung im Taxigewerbe aus?

    Da Uber noch nicht lange auf dem Markt ist, sind die Daten diesbezüglich rar. Ein erster Report aus Australien zeigt jedoch, dass Uber gegenüber den lizenzierten Taxidiensten hinsichtlich Sicherheit und Preis anscheinend im Vorteil ist. Während die Taxiindustrie bemängelte, dass die Studie bei Deloitte Access Economics von Uber selbst in Auftrag gegeben wurde, hat sie bis heute keine Gegenstudie beauftragt. Gleichzeitig stellte sich heraus, dass Uber-Fahrer oft mehr Geld verdienen als die Mitarbeiter traditioneller Taxidienste. Somit wäre auch die Kritik von Tisch, dass Uber seine Fahrer durch die Zahlung tiefer Margen in die Armut treibt. Ebenso hat eine Studie aus Los Angeles gezeigt, dass dank Uber ein grösserer Teil der Menschen sich plötzlich Fahdienste leisten kann, mobiler wird und mehr Möglichkeiten zur Gestaltung des eigenen Lebens bekommt. Auch sind Experten der Meinung, dass durch das Aufkommen von Uber möglicherweise weitere Vorteile auf uns zukommen könnten. Unter Anderem das nachlassende Verlangen nach einem eigenen Fahrzeug (und die einhergehende Entstopfung unserer Strassen), sowie ein erhöhtes Interesse an ökonomisch vorteilhafteren Massenverkehrsmitteln.

    Der Grundgedanke hinter dem neuen Taxigesetz ist löblich. Wir alle wünschen uns das bestmögliche Resultat hinsichtlich Kundenzufriedenheit, Angebotsqualität und Preis-Leistungs-Verhältnis.  Es stellt sich jedoch die Frage, ob der beabsichtigte Endzustand durch Reglementierung herbeigeführt werden kann. Der freie Markt hat dieses Problem scheinbar schon gelöst. Er erhöht die Standards kontinuierlich und bietet Menschen aller Einkommensschichten die Möglichkeit Dienstleistungen und Produkte zu erwerben. Ob das neue Taxigesetz dies ebenfalls zu bewerkstelligen vermag, wird die Zukunft zeigen.

    1 SRF, ‚Das neue Taxigesetz nimmt Uber an die kurze Leine‘ (SRF, 10.12.2018) https://www.srf.ch/news/regional/zuerich-schaffhausen/lex-uber-fuer-kanton-zuerich-das-neue-taxigesetz-nimmt-uber-an-die-kurze-leine accessed 11.12.2018

    2 Olivia Lambert, ‚A new report explores the benefits of Uber‘ (http://www.news.com.au, 01.02.2016) https://www.news.com.au/finance/business/travel/a-new-report-explores-the-benefits-of-uber/news-story/5e41687c9bc2614f07015f85eb784f7f accessed 11.12.2018

    3 Adi Gaskell, ‚Study Explores The Impact Of Uber On The Taxi Industry‘ (Forbes, 26.01.2017) https://www.forbes.com/sites/adigaskell/2017/01/26/study-explores-the-impact-of-uber-on-the-taxi-industry/#5866d4bd16b0 accessed 11.12.2018

    4 Alissa Walker, ‚Lyft and Uber serve low-income communities better than taxis, says study‘ (Curbed, 02.07.2018) https://www.curbed.com/2018/7/2/17511530/lyft-ride-hailing-taxis-discrimination accessed 11.12.2018

    5 Farhad Manjoo, ‚With Uber, Less Reason to Own a Car‘ (The New York Times, 06.11.2014) https://www.nytimes.com/2014/06/12/technology/personaltech/with-ubers-cars-maybe-we-dont-need-our-own.html accessed 11.12.2018

  • Schutz des Eigentums: Ja zur Gesetzesgrundlage für die Missbrauchsbekämpfung

    up!schweiz empfiehlt die JA-Parole zur Änderung des Bundesgesetzes über das Sozialversicherungsrecht.

    Wir kommen zum Schluss, dass die Methoden mit denen Sozialdetektive durch die neuen gesetzlichen Grundlagen wieder ausgestattet werden, aus liberaler Sicht allesamt keine Eigentumsverletzungen darstellen. Gleichzeitig sind die Massnahmen im Interesse aller unbescholtenen Versicherungsnehmer, welche durch die sich finanziell lohnende Missbrauchsbekämpfung unter dem Strich weniger Zwangsabgaben zu leisten und somit mehr von ihrem Eigentum zur Verfügung haben.


    Positionspapier: hier


  • SBI: Individuelle Selbstbestimmung statt nationale Selbstbestimmung

    Nach langer Diskussion hat die Unabhängigkeitspartei up! die Nein-Parole zur Selbstbestimmungsinitiative (SBI) gefasst, die am 25. November zur Abstimmung kommt. In einem Positionspapier führt die Partei aus, dass die Initiative die völkerrechtliche Vertragsfähigkeit der Schweiz schwächt und damit die Gefahr staatlicher Übergriffe erhöht. Allerdings anerkennt die Partei, dass nicht jeder völkerrechtliche Vertrag positiv ist, und macht Vorschläge, um solche Verträge schneller, aber dennoch sauber kündigen zu können.


    Positionspapier „Demokratie, Völkerrecht und Selbstbestimmungsinitiative“: hier


    „Wir haben seit Lancierung der Selbstbestimmungsinitiative über unsere Position zur Initiative diskutiert und sind nun zu einem ‘Nein, aber’ gelangt”, so Simon Scherrer, up!-Präsident. Abgelehnt von der Partei wird die Initiative, weil up! dem Völkerrecht grundsätzlich viel Positives abgewinnen kann: “Mittels Völkerrecht können sich Staaten gegenseitig verpflichten, gewisse Handlungen vorzunehmen. So können sich Staaten selbst beschränken, indem sie versprechen, die Rechte ihrer Bürger zu respektieren”, so Scherrer. Das sei auch in einer Demokratie nötig: “Auch Mehrheiten in einer Demokratie können rücksichtslos werden und sollten nicht alles dürfen”, so Scherrer. Als Partei mit feinem Gespür für Übergriffe des Staates begrüsse up! daher solche vertraglichen Beschränkungen staatlicher Macht sehr. So habe die Schweiz etwa zahlreiche Investitionsschutzabkommen geschlossen, die Menschen vor Enteignung schützen, oder Freihandelsabkommen, die gewisse planwirtschaftliche Instrumente entschärfen.

    Diese Beschränkung des Staates sei allerdings nicht mehr möglich, wenn mit Volksinitiativen einfach Völkerrecht gebrochen werden könne, so Scherrer: “Die SBI kommuniziert eigentlich: Wir können Völkerrecht jederzeit einfach nicht mehr beachten, wenn wir eine völkerrechtswidrige Initiative haben – und das ohne sauberen Kündigungsprozess des in Frage gestellten Völkerrechts. So kann sich die Schweiz deutlich weniger glaubhaft verpflichten.” Bereits heute seien Initiativen möglich, die Völkerrecht widersprechen, solange sie vorsehen, den kritischen völkerrechtlichen Vertrag zu kündigen. “Diese formelle Vorgabe, die völkerrechtlichen Konsequenzen einer Initiative transparent darzustellen, ist wichtig für das Funktionieren unserer Demokratie”, erklärt Scherrer.

    Jedoch erkennt die Partei in ihrem Positionspapier auch an, dass eine Volksinitiative eine zu hohe Hürde sein könnte, um einen völkerrechtlichen Vertrag sauber zu kündigen. Um schlechte völkerrechtliche Verträge einfacher, aber dennoch sauber kündigen zu können, macht up! zwei Gegenvorschläge zur SBI. Erstens soll eine Kündigungsabstimmung über Staatsverträge mit einer reduzierten Anzahl Unterschriften verlangt werden können. Zweitens soll Aussenpolitik kantonalisiert werden, sodass unterschiedliche Kantone unterschiedliche internationale Verträge abschliessen können, wobei der Bund dann nur noch als Unterhändler interessierter Kantone agieren würde. “Im Wettbewerb zwischen den Kantonen würde sich dann herauskristallisieren, welche völkerrechtlichen Verträge gut sind. Das wäre ein wahrhaft schweizerisches System”, so Scherrer.

     

  • Blockchain-basierte Abstimmungen?

    Die Unabhängigkeitspartei up! hat die Vor- und Nachteile von traditionellen Wahlsystemen und E-Voting verglichen. Wir sind zum Schluss gekommen, dass ein dezentralisiertes, blockchain-basiertes System die Vorteile von beiden Modellen verbinden und so ein sichereres, effizienteres System ermöglichen könnte.

    Wir haben unsere Überlegungen in einem Positionspapier zusammengefasst.

  • Agrarinitiativen: Nein zum Heimatschutz-Extremismus

    Zu den Agrar-Initiativen vom 23. September (Fair-Food-Initiative und Ernährungssouveränität) empfiehlt die Unabhängigkeitspartei up! ein doppeltes Nein. Die Partei zeigt sich in einer Pressemitteilung besorgt über den “Heimatschutz-Extremismus”, der beiden Initiativen innewohne. Gemäss up! sollte die Schweizer Landwirtschaftspolitik den genau entgegengesetzten Kurs einschlagen: hin zu mehr Freihandel und weniger staatlicher Förderung.

    Die beiden Initiativen halten gemäss up! ein ganzes Bündel an neuen staatlichen Massnahmen bereit: Verschärfung von Produktionsstandards und deren Anwendung auf Importprodukte, staatliche Preisvorschriften, Beibehaltung und Wiedereinführung von kleinbetrieblichen Strukturen und ein totales Verbot von modernen Technologien wie genetisch veränderten Organismen. “Alle diese Massnahmen zielen darauf ab, den Schweizer Lebensmittelmarkt vom Ausland abzuschotten. Schweizer Haushalte, besonders jene mit geringem Einkommen, verdanken einen grossen Teil ihrer Kaufkraft jedoch genau günstigen Produkten aus dem Ausland. Wer dem Freihandel schadet, schadet den Schwächsten in unserer Gesellschaft”, so Simon Scherrer, Präsident der Unabhängigkeitspartei.

    Für die Partei ist die Schweizer Landwirtschaftspolitik bereits heute schon zu stark von Heimatschutz-Denken geprägt: Die Schweizer Landwirtschaft sei sehr unproduktiv, da sie zwar 3% der Beschäftigten binde, jedoch nur 0.7% zum BIP beitrage und seit Jahrzehnten sinkende Erträge pro Nutzfläche aufweise. Ausserdem stelle die Landwirtschaft sehr teure Produkte her (70% über dem EU-Niveau) und liesse die Bürger über Subventionen, Grenzschutz und mangelnden Strukturwandel gleich dreifach zahlen. “Die Schweizer Landwirtschaftspolitik krankt heute schon zu sehr an Heimatschutz. Den Initianten reicht das noch nicht: Sie wollen richtiggehenden Heimatschutz-Extremismus”, sagt up!-Präsident Scherrer. Der Weg zu guten und erschwinglichen Lebensmitteln führt für up! nur über weltweiten Wettbewerb und den Einsatz von modernen Technologien.

  • Schlanker Staat, weniger Probleme mit Migration

    Die Erfahrung zeigt: Will die Schweiz mit den Migrationswellen der letzten Jahre fertig werden, muss sie liberaler werden.

    Ein neuer OECD-Bericht zeigt: Die Migrationswellen der letzten Jahren stellen unseren Arbeitsmarkt vor Herausforderungen. Nüchtern festgestellt kamen über diese Migrationsquellen sehr viele niedrigqualifizierte Menschen ins Land. Der Bericht zeigt etwa, dass der erhöhte Flüchtlingszustrom 2014 – 2017 die Gruppe der niedrigqualifizierten jungen Männer (18 – 34) in der Schweiz um etwa 6% erhöht hat1. Diese Gruppe war bislang schon ausserordentlich von Arbeitslosigkeit gefährdet. Die OECD schätzt darum, dass die Schweizer Arbeitslosigkeit wegen der erhöhten Zuwanderung um 1% steigen wird2.

    Gelingt es uns nicht, diese Menschen besser in den Arbeitsmarkt zu integrieren, stehen wir vor einem grossen Problem: Nicht nur die Arbeitslosigkeit selbst, sondern ihre Begleiterscheinungen (Frustration, Kriminalität, etc.) werden ohnehin herausgeforderte Migranten belasten – und damit unsere Gesellschaft als Ganzes. Was können wir also tun, um die Arbeitsbeteiligung unter Einwanderern zu erhöhen? Zwei Dinge.

    Arbeitsmarkt deregulieren

    Ein stark regulierter Arbeitsmarkt erhöht Arbeitskosten, macht die Anstellung von Niedrigqualifizierten und Einsteigern unprofitabel und erhöht so die Arbeitslosigkeit. Migranten sind überdurchschnittlich von diesem Effekt betroffen, wie die Ökonomie zeigt.

    • Huber (2015) zeigt, dass Migranten schlechtere Arbeitmarktergebnisse in Ländern mit strikterer Arbeitsmarktregulierung einfahren.3
    • OECD-Ökonomen stellten fest, dass der belgische Mindestlohn eine wesentliche Hürde darstellen, die insbesondere niedrigqualifizierten und jungen Migranten den Weg in den Arbeitsmarkt versperrt.4
    • Cadena (2015) fand heraus, dass Migranten in den USA in jene Gebiete gehen, in denen der Mindestlohn real sinkt. Wohl weil sie da mehr Chancen haben, überhaupt in den Arbeitsmarkt hineinzugelangen.5

    Liberale Arbeitsmärkte (wie der schweizerische) sind dagegen flexibel, aufnahmefähig und deshalb besser geeignet, Migranten produktiv wirken zu lassen.

     

    Sozialleistungen einschränken

    2. Ein stark ausgebauter Sozialstaat senkt die Anreize zu arbeiten und bremst damit die Integration von Migration, die insbesondere über das Arbeitsleben geschieht. Auch hierfür gibt es Belege:

    • Der Integrationsforscher Ruud Koopmans zeigte, dass Migranten in Ländern mit grösserem Sozialstaat tendenziell schlechter integriert sind.6
    • Sowjetische Flüchtlinge in den USA waren an Orten mit grosszügigeren Sozialleistungen schlechter integiert.7

    Aber – so könnte man einwerfen – die Schweiz hat ja einen relativ liberalen Arbeitsmarkt und einen relativ schlanken Sozialstaat und ist darum bestens gewappnet? Zum Teil richtig, aber leider sind wir gerade dabei, diese Vorteile zu verspielen: Die Flankierenden Massnahmen brachten in den letzten Jahren ein ungekanntes Ausmass an staatlicher Arbeitsmarktregulierung, insbesondere staatliche Lohnfestsetzung durch Allgemeinverbindlicherklärung von GAVs. Parallel dazu ist der Schweizer Arbeitsmarkt ineffizienter geworden8. Ausserdem wächst der Sozialstaat laufend9.

    Also: Will die Schweiz mit Herausforderungen der Migration fertig werden, muss sie von ihrem Weg der zunehmenden Sozialdemokratisierung abkommen. Ganz im Gegenteil muss sie den Arbeitsmarkt, etwa durch den Abbau der Flankierenden Massnahmen, liberalisieren und zurückhaltender mit Sozialleistungen umgehen. Kurz: Sie muss wieder liberaler werden.

     

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    1 OECD. Publishing. International Migration Outlook 2018. Organisation for Economic Co-operation and Development, 2018. p. 155. http://bit.ly/2tmZnpG

    2 ebenda, p. 157

    3 Huber, P. What Institutions Help Immigrants Integrate?. WWWforEurope Working Papers 77. 2015. http://bit.ly/2MfdVyH

    4 Pina, Á., Corluy, V., & Verbist, G.. Improving the labour market integration of immigrants in Belgium. 2015. http://bit.ly/2K86g4z

    5 Cadena, B. C.. Recent immigrants as labor market arbitrageurs: Evidence from the minimum wage. Journal of urban Economics, 80, 1-12. 2014. http://bit.ly/2KaMV2O

    6 Koopmans, R.. Trade-offs between equality and difference: Immigrant integration, multiculturalism and the welfare state in cross-national perspective. Journal of ethnic and migration studies, 36(1), 1-26. 2010. http://bit.ly/2McRIS4

    7 Vinokurov, A., Birman, D., & Trickett, E.. Psychological and acculturation correlates of work status among Soviet Jewish refugees in the United States. International Migration Review, 538-559. 2000. http://bit.ly/2zHh6w1

    8 Schlegel, T.. Freizügig und flankiert: Konträre Ansprüche an den Arbeitsmarkt. Die Volkswirtschaft. 2017. http://bit.ly/2If1UHl

    9 Bundesamt für Statistik. Gesamtrechnung der Sozialen Sicherheit (GRSS) 2016. 2018. http://bit.ly/2luEswG

  • 10. Juni 2018: up! empfiehlt doppeltes Nein

    Für die eidgenössischen Abstimmungen vom 10. Juni 2018 empfiehlt die Unabhängigkeitspartei ein doppeltes Nein. In beiden Vorlagen, die zur Abstimmung kommen, sieht sie eine gefährliche Ausdehnung der Staatstätigkeit.


    up!-Positionspapier zum Geldspielgesetz: hier


    NEIN zur Vollgeldinitiative. – Klar NEIN sagt up! zur Initiative  «Für krisensicheres Geld: Geldschöpfung allein durch die Nationalbank! (Vollgeldinitiative)». Obwohl up! durchaus Veränderungsbedarf im Geldwesen sieht, lehnt die Partei die Initiative aus drei Gründen ab. Erstens würde ein Vollgeldregime das Finanzsystem viel stärker zentraler Kontrolle unterwerfen; dabei ist es viel zu komplex, als dass Kreditvergabe von einer einzigen, kundenfernen Instanz wie der Zentralbank zufriedenstellend erledigt werden könnte. Zweitens könnte in einer Krisensituation die aufgeblähte Geldmenge schwerer wieder zurückgefahren werden, was die Gefahr einer eigentumsfeindlichen Inflation erhöht. Drittens würde durch das Versprechen der „Geldschöpfung zum Allgemeinwohl“ die SNB von verschiedenen politischen Begehrlichkeiten abhängig. Da sich durch Gelddrucken selbst kein Wohlstand erzeugen lässt, wären die verheissenen Geldversprechen an die öffentliche Hand letztlich versteckte Steuern, was up! ablehnt. Als Gegenvorschlag zur totalen Verstaatlichung des Geldwesens, wie sie die Vollgeldinitiative will, fordert up! die gegenteilige Strategie: Durch einen freien Wettbewerb zwischen Währungen (auch privaten) könnten staatliche Zentralbanken diszipliniert werden.

    NEIN zum Geldspielgesetz. – Ebenfalls NEIN sagt up! zum neuen Geldspielgesetz. Das Gesetz ist ein Schulbuchbeispiel für die verheerenden Verbandelungen von Wirtschaft und Staat. Casinos und Lotterien weibelten jahrelang für Schutz vor ausländischer Konkurrenz, den immer populäreren Online-Glücksspielen aus dem Ausland. Der Staat, der aufgrund starker Abgaben im Glücksspielsektor ein Interesse am Profit der Schweizer Anbieter hat, liess sich von dieser protektionistischen Agenda überzeugen. In seiner problematischen Doppelrolle als Regulator und Interessent hat er dabei einen der schwersten Verstösse gegen das relativ liberale, offenen Wirtschaftssystem der Schweiz der letzten Zeit beschlossen: Mittels Netzsperren sollen ausländische Anbieter aus der Schweiz unerreichbar gemacht werden. Abgesehen davon, dass diese Netzsperren nicht effektiv sind, werden sie in ganz vielen anderen Branchen auch Begehrlichkeiten auslösen, gefälligst die unliebsame Konkurrenz aus dem Ausland zu sperren. Um ein solch fatales Präjudiz zu verhindern, lehnt up! dieses Gesetz klar ab.

  • Abstimmungsempfehlungen für den 4. März

    Nationale Abstimmungen


    JA zu NoBillag


    Eine monatelange Angstkampagne der Gegner hat nur eines gezeigt: die Angst fast aller politischen Kräfte vor den freien, individuellen Entscheidungen der Bürgerinnen und Bürger. Wenn die Billag-Zwangsgebühren wegfallen, so haben alle Haushalte in der Schweiz die Freiheit, ihr Geld für ein Medienangebot ihrer Wahl auszugeben, statt dass dieses Geld an staatlich ausgewählte Medien fliesst. Die NoBillag-Initiative tut nichts anderes, als im Medienmarkt herzustellen, was in praktisch allen anderen Märkten unseres Lebens bereits Realität ist.

    Wer behauptet, dass dieses Geld dann an „falsche“ oder „nicht demokratiewürdige“ Medien fliesst, spricht uns die Mündigkeit ab und bevormundet uns. So etwas dürfen wir uns nicht gefallen lassen. In diesem Sinn kann es nur ein klares JA zur NoBillag-Initiative geben.

    Auftritte von up!-Vorstandsmitglied Silvan Amberg zum Thema NoBillag:
    SRF Arena | Tele Top | Schaffhauser Fernsehen

     


    NEIN zur Finanzordnung 2021


    Für uns ist klar: Der Staat – und insbesondere der Bund – ist zu gross geworden. Daran tragen gerade auch die Bundessteuern eine grosse Schuld. Einst in der Krisenzeit der zwei Weltkriege als provisorische Notfallmassnahme eingeführt und dann immer wieder verlängert, führten diese Steuern zu einer enormen Aufblähung des Aufgabenkatalogs des Staates. Und zu einer extremen Zentralisierung, mit welcher der Bund die Kantone immer stärker entmündigt.

    Mit einem NEIN zur Finanzordnung 2021 am 4. März haben wir die Möglichkeit, in der Bundespolitik eine Generalüberholung anzustossen. Die Politik wird sich fragen müssen: Wollen wir dieses andauernde Staatswachstum überhaupt? Welche heutigen Tätigkeiten des Staates sind wirklich seine Aufgaben? Und was sind wirkliche Aufgaben des Bundes? Welche Aufgaben könnten Kantone (alleine oder in Zusammenarbeit) übernehmen?

    Zum Thema Finanzordnung 2021:
    SRF Arena mit Simon Scherrer und Silvan Amberg | Positionspapier

     

    Kantonale Abstimmungen


    Kanton Zürich: Stimmfreigabe zur Initiative „Lehrplan vors Volk!“


    Im kantonalen Lehrplan wird festgelegt, was Schülerinnen und Schüler während der obligatorischen Schulzeit lernen sollen. Für die Ausgestaltung des Lehrplans ist aktuell der Bildungsrat zuständig, bestehend aus Fachleuten aus den Schulen, der Wirtschaft und der Wissenschaft.
    Die Initiative „Lehrplan vors Volk“ will, dass der Lehrplan neu vom Kantonsrat genehmigt werden und im Falle eines Referendums dem Volk zur Abstimmung vorgelegt werden muss.Bei der Initiative geht es letztlich um die Frage: Wer ist besser beim Bestimmen des Lehrplans, Experten oder das Volk?

    up!ZH wählt den 3. Weg: Es sollte gar keinen universal festgelegten Lehrplan geben, weder durch Experten noch Stimmbürger. Die einzigen, die bestimmen sollen, was der beste Lehrplan für ihr Kind ist, sind die Eltern. Entweder direkt oder durch freie Wahl der Schule.

    Weil die Wahl zwischen Volk und Experten deswegen unerheblich ist, hat die up!ZH Stimmfreigabe für die Initiative „Lehrplan vors Volk“ beschlossen.

     


    Kanton St. Gallen: NEIN zur Sanierung des Theaters St. Gallen


    Wir von der Unabhängigkeitspartei (up!) sind der Meinung, dass sich der Staat auf den Schutz negativer Rechte beschränken soll. Übernimmt er weitere, nicht-essentielle Aufgaben, schränkt er damit unnötig die Rechte der Bürger ein. Staatliche Kulturförderung ist keine unverzichtbare Staatsaufgabe.

    Das bestehende, reichhaltige kulturelle Angebot beweist, dass der Markt durchaus in der Lage ist ein vielfältiges kulturelles Angebot nach den Bedürfnissen der Kunden anzubieten. Es leuchtet nicht ein, warum es Aufgabe des Gemeinwesens sein soll, einigen Interessierten, oft aus privilegierten Schichten, ihre Freizeitgestaltung zu finanzieren. Ebenso wenig heissen wir gut, dass der Staat bestimmt, welche Formen von Kultur «gut» sind und gefördert werden und welche nicht. Der Kulturbetrieb soll sich somit nicht nur effizienter, sondern auch unabhängig von staatlicher Einflussnahme entwickeln können.
    Falls es ein hinreichendes Bedürfnis nach Theater-, Musik- oder Tanzvorführungen gibt, dann lassen sich diese durch Beiträge der Besucher finanzieren. Wenn dieses Bedürfnis fehlt, sollte der Staat ein solches Angebot nicht unnötig am Leben erhalten. Jeder Franken den der Kanton St.Gallen nicht für unnötige Aufgaben ausgibt, können seine Bürgern nach eigenem Gutdünken für diejenigen Dinge ausgeben, die ihnen den grössten Nutzen bringen.

    In diesem Sinne lehnt up! den Kredit von knapp 50 Millionen Franken für die Sanierung des Stadttheaters ab.

    Statements von Lukas Grossenbacher im St. Galler Tagblatt | Statements von Lukas Grossenbacher in den St. Galler Nachrichten