• Abstimmungsempfehlungen für den 4. März

    Nationale Abstimmungen


    JA zu NoBillag


    Eine monatelange Angstkampagne der Gegner hat nur eines gezeigt: die Angst fast aller politischen Kräfte vor den freien, individuellen Entscheidungen der Bürgerinnen und Bürger. Wenn die Billag-Zwangsgebühren wegfallen, so haben alle Haushalte in der Schweiz die Freiheit, ihr Geld für ein Medienangebot ihrer Wahl auszugeben, statt dass dieses Geld an staatlich ausgewählte Medien fliesst. Die NoBillag-Initiative tut nichts anderes, als im Medienmarkt herzustellen, was in praktisch allen anderen Märkten unseres Lebens bereits Realität ist.

    Wer behauptet, dass dieses Geld dann an „falsche“ oder „nicht demokratiewürdige“ Medien fliesst, spricht uns die Mündigkeit ab und bevormundet uns. So etwas dürfen wir uns nicht gefallen lassen. In diesem Sinn kann es nur ein klares JA zur NoBillag-Initiative geben.

    Auftritte von up!-Vorstandsmitglied Silvan Amberg zum Thema NoBillag:
    SRF Arena | Tele Top | Schaffhauser Fernsehen

     


    NEIN zur Finanzordnung 2021


    Für uns ist klar: Der Staat – und insbesondere der Bund – ist zu gross geworden. Daran tragen gerade auch die Bundessteuern eine grosse Schuld. Einst in der Krisenzeit der zwei Weltkriege als provisorische Notfallmassnahme eingeführt und dann immer wieder verlängert, führten diese Steuern zu einer enormen Aufblähung des Aufgabenkatalogs des Staates. Und zu einer extremen Zentralisierung, mit welcher der Bund die Kantone immer stärker entmündigt.

    Mit einem NEIN zur Finanzordnung 2021 am 4. März haben wir die Möglichkeit, in der Bundespolitik eine Generalüberholung anzustossen. Die Politik wird sich fragen müssen: Wollen wir dieses andauernde Staatswachstum überhaupt? Welche heutigen Tätigkeiten des Staates sind wirklich seine Aufgaben? Und was sind wirkliche Aufgaben des Bundes? Welche Aufgaben könnten Kantone (alleine oder in Zusammenarbeit) übernehmen?

    Zum Thema Finanzordnung 2021:
    SRF Arena mit Simon Scherrer und Silvan Amberg | Positionspapier

     

    Kantonale Abstimmungen


    Kanton Zürich: Stimmfreigabe zur Initiative „Lehrplan vors Volk!“


    Im kantonalen Lehrplan wird festgelegt, was Schülerinnen und Schüler während der obligatorischen Schulzeit lernen sollen. Für die Ausgestaltung des Lehrplans ist aktuell der Bildungsrat zuständig, bestehend aus Fachleuten aus den Schulen, der Wirtschaft und der Wissenschaft.
    Die Initiative „Lehrplan vors Volk“ will, dass der Lehrplan neu vom Kantonsrat genehmigt werden und im Falle eines Referendums dem Volk zur Abstimmung vorgelegt werden muss.Bei der Initiative geht es letztlich um die Frage: Wer ist besser beim Bestimmen des Lehrplans, Experten oder das Volk?

    up!ZH wählt den 3. Weg: Es sollte gar keinen universal festgelegten Lehrplan geben, weder durch Experten noch Stimmbürger. Die einzigen, die bestimmen sollen, was der beste Lehrplan für ihr Kind ist, sind die Eltern. Entweder direkt oder durch freie Wahl der Schule.

    Weil die Wahl zwischen Volk und Experten deswegen unerheblich ist, hat die up!ZH Stimmfreigabe für die Initiative „Lehrplan vors Volk“ beschlossen.

     


    Kanton St. Gallen: NEIN zur Sanierung des Theaters St. Gallen


    Wir von der Unabhängigkeitspartei (up!) sind der Meinung, dass sich der Staat auf den Schutz negativer Rechte beschränken soll. Übernimmt er weitere, nicht-essentielle Aufgaben, schränkt er damit unnötig die Rechte der Bürger ein. Staatliche Kulturförderung ist keine unverzichtbare Staatsaufgabe.

    Das bestehende, reichhaltige kulturelle Angebot beweist, dass der Markt durchaus in der Lage ist ein vielfältiges kulturelles Angebot nach den Bedürfnissen der Kunden anzubieten. Es leuchtet nicht ein, warum es Aufgabe des Gemeinwesens sein soll, einigen Interessierten, oft aus privilegierten Schichten, ihre Freizeitgestaltung zu finanzieren. Ebenso wenig heissen wir gut, dass der Staat bestimmt, welche Formen von Kultur «gut» sind und gefördert werden und welche nicht. Der Kulturbetrieb soll sich somit nicht nur effizienter, sondern auch unabhängig von staatlicher Einflussnahme entwickeln können.
    Falls es ein hinreichendes Bedürfnis nach Theater-, Musik- oder Tanzvorführungen gibt, dann lassen sich diese durch Beiträge der Besucher finanzieren. Wenn dieses Bedürfnis fehlt, sollte der Staat ein solches Angebot nicht unnötig am Leben erhalten. Jeder Franken den der Kanton St.Gallen nicht für unnötige Aufgaben ausgibt, können seine Bürgern nach eigenem Gutdünken für diejenigen Dinge ausgeben, die ihnen den grössten Nutzen bringen.

    In diesem Sinne lehnt up! den Kredit von knapp 50 Millionen Franken für die Sanierung des Stadttheaters ab.

    Statements von Lukas Grossenbacher im St. Galler Tagblatt | Statements von Lukas Grossenbacher in den St. Galler Nachrichten

  • up!schweiz gründet Komitee gegen Finanzordnung 2021

    Bis vor kurzem gab es kaum Widerstand gegen die Finanzordnung 2021. Doch nun hat die Unabhängigkeitspartei up! zusammen mit Vertretern der SVP, Piraten und Jungfreisinnigen ein Nein-Komitee gegründet (www.finanzordnung-nein.ch).


    Positionspapier: hier


    „Die Unabhängigkeitspartei will mit dem Nein zur Finanzordnung die Direkte Bundessteuer und die Mehrwertsteuer abschaffen und damit dem Wachstum des Zentralstaates Einhalt gebieten“, wie Parteipräsident Simon Scherrer erklärt.

    Simon Scherrer und Silvan Amberg werden zudem die Nein-Parole in der Arena vom kommenden Freitag vertreten. „Auch wenn wir nicht mit einem Abstimmungserfolg rechnen können, so finden wir es wichtig, dass über das ständige Wachstum der Steuerlast diskutiert wird.“ Dass keine andere Partei die Nein-Parole beschlossen hat, zeige die Relevanz von up! als konsequent liberale Partei.

  • up!schweiz in der NZZ am Sonntag: Ein paar Nachträge

    Im Artikel „Die Staatsfeinde“ in der „NZZ am Sonntag“ vom 14. Januar 2018 schreibt Frau Denise Bucher über den „Libertarismus“ in der Schweiz – darunter auch über uns, die Unabhängigkeitspartei. Der Artikel gibt viele klassisch liberale Standpunkte akkurat wieder, darunter auch viele, die wir für Frau Bucher bei Ihrer Recherchearbeit erläutert haben. Dennoch bedarf der Artikel einiger Ergänzungen unsererseits, welche die Fragen beantworten können, die der Artikel in den Raum stellt.

    „Für sie ist – ganz nach dem Vorbild der russischamerikanischen Autorin und Philosophin Ayn Rand (1905-1982) – nur ein Minimalstaat tolerierbar, der die Freiheitsrechte der Bürger garantiert.“

    Erstens: Ayn Rand ist nicht unser Vorbild. Klassischer Liberalismus, wie wir ihn vertreten, ist weit älter und umfassender als Rands Philosophie, die auch unter Liberalen stark umstritten ist. Es braucht nicht die Rand’sche Heroisierung des eigennützigen Handelns, um für Selbstbestimmung zu sein.

    Zweitens: Für uns ist nicht „nur ein Minimalstaat tolerierbar“. Der Staat muss Aufgaben der Sicherheit übernehmen, er kann aber aus unserer Sicht auch sehr begrenzte Rollen in der Finanzierung von sozialer Unterstützung und Bildung wahrnehmen (auf Gemeindeebene).


    „Aber was ist, wenn Eltern sich eine Schule nicht leisten können? Woher nimmt der Staat die Gelder für Bildungsgutscheine, wenn man Steuern als Diebstahl am Individuum betrachtet?“

    Angebote in einem privaten Bildungsmarkt wäre keineswegs so unerschwinglich, wie man gemeinhin annimmt. Kostenstrukturen der heutigen Bildung sind ja keine Referenz, da diese nur das Quasi-Monopol der Volksschule abbilden. Der britische Bildungsforscher James Tooley zeigte beispielsweise auf, dass viele Eltern ihre Kinder selbst in Slums von Entwicklungsländern auf Privatschulen schicken und diese bezahlen können. Er zeigt auch auf, dass diese Privatschulen mit deutlich weniger Geld die gleichen Resultate erreichen wie die dortigen staatlichen Schulen – oder gar bessere (vgl. [1], [2]). Gut möglich, dass die Bildungsinhalte recht anders aussehen würden als heute (praxisorientierter, fokussierter, individueller), aber das entspräche ja dann der Nachfrage.

    Reicht das trotzdem nicht, so könnte man einkommensschwache Haushalte mit Bildungsgutscheinen unterstützen. Das ist aus liberaler Sicht nicht einwandfrei, aber wesentlich näher am Ideal als der heutige Zustand, da der Staat nur die Bildung eines Teils der Bevölkerung finanzieren muss, dadurch tiefere Steuern haben kann und zudem die Schulen nicht selber führt. Wir denken allgemein eher in solchen Kategorien der „richtigen Richtung“ und der Annäherung an das Ideal, denn vollständig erreichen tut man Ideale nie.


    „Ähnliche Fragen tauchen bei der Vorsorge auf: Wer bezahlt Pflege- und Spitalkosten für jene, die ihr Geld ausgegeben oder gar nie genügend verdient haben, um etwas beiseite zu legen?“

    Offen von der Unmündigkeit grosser Bevölkerungskreise auszugehen, ist für den Staat selbstwidersprüchlich: Immerhin traut er den Bürgern zu, (in demokratischen Abstimmungen) für andere zu entscheiden. Aber der Staat soll den Bürgerinnen und Bürgern im Privatleben nicht einmal zutrauen, für sich selbst zu entscheiden?

    Weiter dürfte die „Leichtsinnigkeit“ der Leute und die Unfähigkeit zur privaten Vorsorge eher überschätzt werden. Bereits vor der Einführung des KK-Obligatoriums waren so z.B. 99% der Bevölkerung krankenversichert [3]. Es gibt keinen Grund, warum ein grösserer Teil der Bevölkerung bei der nicht minder essentiellen Altersvorsorge leichtsinniger wäre.

    Natürlich ist es nicht ausgeschlossen, dass in einer Übergangsphase zuerst Lernprozesse stattfinden müssten oder einige Personen quasi die Allgemeinheit „erpressen“ würden, indem sie darauf spekulieren, dass ihnen trotzdem geholfen würde. Dass einige mit ihrer Freiheit nicht umgehen können, ist jedoch nie ein Argument, um die Freiheit aller einzuschränken. Lässt sich bei einer Person effektiv unmündiges Verhalten feststellen, so kann man sie verpflichten, eine Vorsorgelösung abzuschliessen, oder im Notfall mit einem Mindestmass an Pflege staatlich finanzieren. Beide Lösungen bedeuten deutlich weniger Staat als heute, da sie den grossen Teil aller Leute in Frieden lassen und nur ein kleiner Teil der Leute staatliche Transferempfänger wären.

    Für die Unterstützung von Bedürftigen sollten in erster Linie private Initiativen zuständig sein. Vor der Einführung des Sozialstaats gab es solche weitverbreiteten System bspw. in Deutschland [4] (Arbeitervereine), England [5] oder Australien [6] (Friendly Societies).

    Wo diese privaten Initiativen nicht reichen, sehen wir durchaus eine Rolle für die Gemeinde in der Bereitstellung einer staatlichen Sozialhilfe. Staatsaufgaben, die auf Gemeindeebene angesiedelt sind, stören uns weniger, da der Wettbewerb zwischen Gemeinden dafür sorgt, dass teure Staatsaufgaben einer Gemeinde beschränkt bleiben oder zumindet tendenziell jene Personen in einer Gemeinde wohnen, welche diese Staatsaufgaben bezahlen wollen. Auch das ist eine Lösung, die – wenn auch nicht perfekt liberal – zu deutlich weniger Staat führt, da sie dem Staat nur eine subsidiäre (und damit kleinere) Rolle zuschreibt.

  • AV2020: up! sieht Grundproblem ungelöst

    Noch knapp einen Monat dauert es, bis die Schweizer Stimmbevölkerung sich zur Rentenvorlage “Altersvorsorge 2020” äussert. Grosser Zwist herrscht bereits seit längerem in der Frage, ob die Vorlage die staatliche Altersvorsorge retten kann: Die Befürworter glauben das, die Gegner glauben hingegen, dass das Massnahmenpaket die staatliche Altersvorsorge noch stärker gefährdet. Nun wirft die Unabhängigkeitspartei up! eine andere Frage auf: Sie fragt, ob es die staatliche Altersvorsorge überhaupt wert ist, gerettet zu werden – oder ob man sie nicht viel eher grundsätzlich hinterfragen sollte.

    Für up!-Präsident Simon Scherrer liegt ein Grundsatzproblem der staatlichen Altersvorsorge darin, dass sie unreformierbar sei. “Die AV2020 ist der Beweis, dass die staatliche Altersvorsorge unreformierbar ist: Nach jahrelangem Ringen ist dem Parlament nichts Besseres eingefallen, als eine Vorlage zu zimmern, welche die Probleme der AHV auf lange Frist noch grösser macht”, so Scherrer. Er verweist dabei darauf, dass die AHV mit dem AV2020-Massnahmenpaket ab 2029 wieder rote Zahlen schreiben wird. Zudem führe der vom Parlament beschlossene Rentenzuschlag dazu, dass das Kostenwachstum – und damit das Grundproblem – nach 2029 grösser sei als je zuvor.

    “Politische Verteilkämpfe verunmöglichen es, dass die AHV in einem Ausmass reformiert wird, wie es nötig wäre”, so der up!-Präsident. Die Finanzprobleme würden durch Milliarden von neuen Steuern und Staatsausgaben zugekleistert: “Ein immer grösserer Teil unseres Geldes wird uns entzogen, um ein Fass ohne Boden zu füttern.”

    up! hatte sich bereits in der Vergangenheit dafür stark gemacht, die staatliche Zwangsumverteilung im Bereich der Altersvorsorge durch eigenverantwortliches Alterssparen zu ersetzen. Individuelle Vorsorgemodelle seien der einzige Weg, um im Bereich der Alterssicherung von der “Unfähigkeit der Politik sicher zu sein”, so die Partei. Für die aktuellen zwei AV2020-Abstimmungen empfiehlt die Partei die Nein-Parole – zur “Schadensbegrenzung”, wie up!-Präsident Simon Scherrer bemerkt: “Wenn wir die staatliche Altersvorsorge unkontrolliert an die Wand fahren lassen wollten, müssten wir wohl Ja stimmen. Wir wollen sie jedoch geordnet ersetzen und mit einem besseren System ablösen.”

     

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  • up! erfreut über Ablehnung des Wasserkraftzwangs

    Der Nationalrat hat gestern einen Vorschlag seiner Energiekommission zurückgewiesen, der gebundenen Kleinkunden nur noch Strom aus einheimischer Wasserkraft gewährt hätte. Die Unabhängigkeitspartei up! zeigte sich erfreut über diesen Entscheid, da sie im Vorfeld den Vorschlag schon deutlich als ungerechtfertigte Belastung der Kleinkunden kritisiert hatte. Sie fordert nun, die Betreiber der Wasserkraftwerke notfalls Konkurs gehen zu lassen. Ausserdem sei der Markt auch bei Kleinkunden zu liberalisieren, um diese vor weiteren politischen Angriffen zu schützen.

    Im Rahmen der Vorlage zum Um- und Ausbau der Stromnetze wollte die Energiekommission des Nationalrats verankern, dass Stromanbieter ihren gebundenen Kunden nur noch Strom aus Schweizer Wasserkraft liefern. Damit hätte die einheimische Wasserkraft gestützt werden sollen, die wegen subventionierten Stromschwemmen aus dem Ausland unter Druck steht. Gebundene Kleinkunden hätten damit nicht länger von den tiefen Grosshandelspreisen auf dem internationalen Strommarkt profitiert. Nun hat der Nationalrat den Vorschlag aber mit grosser Mehrheit an die Kommission zurückgewiesen, damit diese die Kosten und Konsequenzen des Vorschlags abklären kann.

    up! hatte diesen „Wasserkraftzwang“ bereits Ende April als „ungerechtfertigte Belastung der Kleinkunden“ kritisiert. Über die Rückweisung ist up!-Präsident Simon Scherrer denn auch erfreut: „Dem Nationalrat wird die Subventionsgier verschiedener Akteure, den er mit dem Energiegesetz entfesselt hat, wohl selbst langsam ungeheuer.“ Statt Betreiber von Wasserkraftwerken vor Veränderungen im Marktumfeld abzuschirmen, plädiert Scherrer dafür, sie notfalls Konkurs gehen zu lassen: „Würde die Politik signalisieren, dass man Unternehmen in Not einfach subventioniert, hätte das fatale Folgen – weit über die Energiewirtschaft hinaus.“ Bestehende Kraftwerke könnten dann aus der Konkursmasse herausgekauft und von neuen Akteuren betrieben werden. Weiter fordert Scherrer, die Strommarktliberalisierung auch bei Kleinkunden zu vollziehen, um diese vor politischen Angriffen zu schützen: „Die Kleinkunden sind heute in Geiselhaft der Politik und der Monopolisten und haben keine Möglichkeit, sich beispielsweise durch einen Anbieterwechsel zu wehren. Das weckt leider Begehrlichkeiten, die uns teuer zu stehen kommen.“

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  • Ernteausfallversicherung: up! klar gegen neue Subventionen

    Die Frostnächte von letzter Woche haben bei vielen Obstbauern Schäden verursacht. Jetzt machen sich Bauernvertreter für eine subventionierte Ernteausfallversicherung für Obstbauern stark. Wie Bauernpräsident Jacques Bourgeois (FDP) fordert, soll der Bund die Prämien einer solchen Versicherung zur Hälfte bezahlen. Nichts davon hält die Unabhängigkeitspartei up!: Sie warnt davor, Bauern noch stärker von unternehmerischem Risiko zu entwöhnen, als das durch Agrarsubventionen bereits heute der Fall sei.

    Die Partei hatte sich im Vorfeld schon mehrfach dafür ausgesprochen, Landwirtschaftssubventionen abzubauen und den nötigen marktwirtschaftlichen Strukturwandel zuzulassen. Für Simon Scherrer, Präsident von up!schweiz, geht der Vorschlag deshalb in die falsche Richtung: “Die Landwirtschaft braucht mehr Markt und weniger Subventionen, nicht noch mehr Umverteilung!”

    Besonders stossend findet Scherrer, dass die Schweizer Hagel-Versicherung bereits vor Jahren das Interesse an einer Frostversicherung für Obstbauern abgeklärt habe. Viele Obstbauern hätten sich aber die Prämie für eine Versicherung nicht leisten wollen. “Bewusst eine Versicherung auszuschlagen und dann zum Staat zu rennen, wenn doch etwas passiert, ist eines Unternehmers unwürdig”, so Scherrer. Dass eine Ernteausfallversicherung ohne Subventionen möglich sei, beweise die lange existierende Weinversicherung, die ein grosser Anteil der Schweizer Winzer abgeschlossen habe.

     

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  • Nach EnG-Annahme: Keine weiteren Staatseingriffe!

    Bei den nationalen Abstimmungen von diesem Sonntag wurde das neue Energiegesetz angenommen. Bestätigt dadurch fühlen sich die Befürworter einer staatlich herbeigeführten Energiewende. Auf der Seite der Gegner stand dagegen unter anderem die Unabhängigkeitspartei up!, die sich klar gegen das “Subventionsmonster Energiegesetz” ausgesprochen hatte. Nun ruft sie dazu auf, die weiteren, bereits anstehenden energiepolitischen Herausforderungen marktwirtschaftlicher anzugehen.

    Auch sieht up!-Präsident Simon Scherrer nun die Befürworter in der Pflicht, ihr Versprechen zur KEV-Befristung einzuhalten: “Während des Abstimmungskampfs hiess es immer, ab 2022 würden keine neuen Gesuche für die KEV mehr bewilligt. Ich bin gespannt, ob das Parlament diese einmal befristeten Subventionen tatsächlich auslaufen lässt und damit etwas historisch Einzigartiges vollbringt.” Scherrer zeigt sich jedoch nicht überzeugt, dass die Politik in Zukunft skeptischer gegenüber Subventionen und Staatseingriffen werde – im Gegenteil: “Die Mehreinnahmen durch den erhöhten Netzzuschlag werden nicht reichen, um die KEV-Warteliste abzubauen. Wir werden also bald erleben, wie die gleichen Lobbys auf eine nochmalige Erhöhung des Netzzuschlags drängen.”

    Als Beispiel für weitere Staatseingriffe in die Energiewirtschaft verweist Scherrer auf den Vorschlag der Energiekommission des Nationalrats, gebundenen Kleinkunden zwangsweise nur noch erneuerbaren inländischen Strom zu liefern (up! nahm Stellung: http://bit.ly/2pk4ki1). “Müssen die Stromanbieter die tiefen internationalen Grosshandelspreise nicht an die Konsumenten weitergeben, ist dies eine zusätzliche Belastung der Stromkonsumenten. Damit ist die Aussage von den 40 Franken Mehrkosten für die Energiestrategie bereits jetzt falsch”, so Scherrer. Statt auf eine solche Marktabschottung pocht die Unabhängigkeitspartei auf mehr Marktwirtschaft in der Energiepolitik: Mittels Strommarktliberalisierung und Entstaatlichung der Energieunternehmen sollen wettbewerbliche Strompreise garantiert werden. Klar spricht sich up! auch gegen die Verstaatlichung der Grundversorgung aus, wie sie aktuell von vielen Energiepolitikern gefordert wird. Die Versorgungssicherheit will sie dagegen mittels Stromversicherungen gewährleisten, die jeder Konsument individuell abschliessen könne.

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  • Energiegesetz: Energiewirtschaft bald Landwirtschaft 2.0?

    Der Abstimmungskampf zum Energiegesetz, über das am 21. Mai abgestimmt wird, ist in seiner heissen Phase angekommen. Nun verkündet auch die Unabhängigkeitspartei up! ihre Parole: Sie empfiehlt ein klares Nein zur Vorlage. Gemäss der Partei würde das Gesetz die Energiewirtschaft zu einer «kriselnden Planwirtschaft» umbauen, wie sie beispielsweise in der Schweizer Landwirtschaft mit all ihren Missständen bereits bestehe. Ihre Position legt up! in zwei Positionspapieren dar, die gemeinsam mit dem Energieexperten Urs Bolt (Energy for Humanity) erarbeitet wurden.


    Positionspapier «Energiegesetz»: hier  |  Positionspapier «Energiepolitik»: hier


    In einem Positionspapier zum Energiegesetz führt die Partei deutlich aus, weswegen sie das Energiegesetz ablehnt: Das Energiegesetz führe zu über 50% mehr Subventionen im Energiebereich. Damit werde dann zum grössten Teil Strom aus erneuerbaren Quellen vergütet, und zwar zu einem Subventionsgrad von etwa 80%. «Wozu diese krassen Subventionen führen, sehen wir bereits in Deutschland: Betreiber von subventionierten Anlagen fluten den Markt zeitweise mit Billigstrom, den man wegen der Netzstabilität dann zu Negativpreisen verschleudern muss», erklärt Simon Scherrer, Präsident von up!schweiz. «Von den subventionierten Stromschwemmen profitiert der deutsche Stromkonsument dann aber trotzdem nicht, denn irgendjemand muss diese Subventionen ja bezahlen. Wegen der steigenden Abgaben steigt der Strompreis für Endkunden sogar.»

    Für up! ist es unverständlich, warum die Schweiz nun auf dieselben Politikinstrumente zurückgreifen will. «Das Energiegesetz schadet sogar dem Klima – immerhin sank der CO2-Ausstoss in Energiewende-Deutschland in den letzten Jahren deutlich langsamer als in der Schweiz ohne Energiewende», so Scherrer. Das liege auch daran, dass erneuerbare Stromquellen zeitweise zu Versorgungslücken führen, die mit fossilen Kraftwerken gefüllt würden. «In der Schweizer Landwirtschaft sehen wir bereits, wozu Jahrzehnte an Subventionen führen: hohe Preise und tiefe Effizienz. Mit dem Energiegesetz machen wir aus der Energiewirtschaft eine Landwirtschaft 2.0. Mit dem Unterschied: In der Landwirtschaft bleiben die Subventionen seit Jahren mehr oder weniger gleich, während die Energiestrategie des Bundes erwarten lässt, dass die Energie-Subventionen in Zukunft noch deutlich ansteigen werden.»

    up! hat denn auch andere Pläne für die Energiezukunft der Schweiz, wie sie in einem Positionspapier zur Energiepolitik darlegt. Statt mehr Staatseingriffe will sie den Rückzug des Staates aus der Energiewirtschaft. Beispiel dafür ist die Vollendung der Strommarktliberalisierung, was auch Kleinkunden ermöglichen würde, ihren Stromanbieter frei zu wählen. «Der Wettbewerb würde dann zu tieferen Preisen und mehr Wahlfreiheit für die Konsumenten führen», so Silvan Amberg, Vorstandsmitglied von up! und Verfasser des Papiers. Die Versorgungssicherheit soll nach Amberg durch «Stromversicherungen» gewährleistet werden, die man abschliessen könne, um im Falle eines Netzzusammenbruchs eine sichere Stromversorgung zu haben.

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  • up! kritisiert Wasserkraftzwang für Kleinkunden

    Die Energiekommission des Nationalrats hat am Dienstag gefordert, dass Elektrizitätsunternehmen ihren gebundenen Kleinkunden die tiefen Strompreise auf dem Strommarkt nicht weitergeben müssen und nur inländisch produzierten Strom liefern sollen. Damit sollen insbesondere Wasserkraftwerke geschützt werden, die wegen subventionierten Stroms aus Deutschland rote Zahlen schreiben. Gegenwind erhält der Vorschlag von der Unabhängigkeitspartei up!. Sie sieht darin eine ungerechtfertigte Belastung der Kleinkunden, die ihrem lokalen Monopolisten ausgeliefert seien. Stattdessen schlägt up! vor, die lange aufgeschobene Strommarktliberalisierung nun auch bei Kleinkunden durchzuführen.

    Die hohen Subventionen, die Produzenten von erneuerbaren Energien in Deutschland geniessen, drücken seit geraumer Zeit die Strompreise im Grosshandel. Darunter leiden auch Schweizer Wasserkraftwerke, die teilweise nur noch defizitär betrieben werden können. Jetzt soll dem Abhilfe geschaffen werden: Wie die nationalrätliche Kommission in einer Medienmitteilung verkündete, möchte sie davon abweichen, dass Elektrizitätsunternehmen ihre niedrigeren Einkaufspreise dem Endkunden weitergeben müssen. Stattdessen sollten sie ihren gebundenen Kunden, also Kleinkunden ohne Wahlfreiheit im Strombezug, nur einheimisch produzierten Strom aus erneuerbaren Energien liefern.

    Keine Lösung in diesem Vorschlag sieht dagegen die Unabhängigkeitspartei up!. “Dass die unverantwortliche deutsche Energiepolitik auch in der Schweiz ihren Schaden anrichtet, ist tragisch. Es kann jedoch nicht sein, dass dafür nun die Kleinkunden bluten müssen, die ihrem lokalen Stromlieferanten ausgeliefert sind”, so Simon Scherrer, Präsident von up!schweiz. Laut Scherrer sei es nun endlich Zeit, die lange aufgeschobene Strommarktliberalisierung auch auf Kleinkunden auszudehnen. “Können auch Kleinkunden frei wählen, woher sie ihren Strom beziehen, brauchen wir auch keine staatlichen Vorgaben, wie die Stromanbieter ihre Preise berechnen müssen”, so Scherrer. Stattdessen würden die Preise im Wettbewerb gebildet. Scherrer warnt weiter vor dem Energiegesetz, das bald zur Abstimmung steht: “Wenn wir schon so grosse Probleme wegen der Energiewende im Nachbarland haben, wie schlimm wird es dann erst, wenn wir selbst damit anfangen?”

     

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  • Andreas Thiel zu Besuch bei up!

    Der umstrittene Satiriker Andreas Thiel war am Dienstag bei der Unabhängigkeitspartei in Zürich zu Gast. Die Zürcher Kantonalsektion der Partei hatte Thiel als Gast zu ihrem monatlichen Stamm eingeladen. In einem Gespräch schnitt Thiel verschiedenste Themen von Kultursubventionen über seinen Schawinski-Auftritt bis hin zum Thema Meinungsfreiheit an. Dabei kamen nicht wenige Gemeinsamkeiten mit up! zum Vorschein.

    Martin Hartmann, Vorstandsmitglied von up!zürich, führte mit Fragen durch den Abend und lenkte das Gespräch zuerst auf das Thema Kultursubventionen. Thiel, als Subventionskritiker unter den Kulturschaffenden ein Exot, nahm dabei kein Blatt vor den Mund: Qualität, Fleiss und Innovation in der Kulturbranche litten an den Subventionen, die man ersatzlos streichen müsse. Damit nahm er eine Forderung auf, die up! seit Gründung stellt. Er selbst habe in seinem Leben noch nie einen Franken Subventionen erhalten, sondern früher nur mangels Alternativen in subventionierten Theatern gespielt. Seit seinem Auftritt in der Sendung “Schawinski” wurde aber selbst das unmöglich, wie Thiel erzählte. Im Nachgang zur Sendung sei er als Rassist verschrien worden – völlig ungerechtfertigt, denn er habe niemals Muslime kritisiert, sondern nur den Koran als Schriftstück und Glaubensinhalt.

    Die falsche Darstellung seiner Position – Thiel sprach von “Denunziation” – habe denn auch zu Vertragsauflösungen geführt, sodass seine Auftritte auf einen Zehntel ihrer ursprünglich geplanten Anzahl zusammenschrumpften. Auf diese Schikanen hatte die Unabhängigkeitspartei bereits im Motto ihrer Veranstaltung angespielt: “Subventionierte Kultur darf alles, ausser anderer Meinung sein.” Gemeint damit war, dass Kulturschaffende stets betonten, dass Kultur alles dürfe, aber selbst auf die Barrikaden gingen, wenn jemand anderer Meinung sei, wie beispielsweise Andreas Thiel. “Als Nicht-Linken hat man mich im Kulturbetrieb bis zur Sendung knapp geduldet. Danach hatte man einen Vorwand, um mich auszuschliessen”, so Thiel an der Veranstaltung. Nun hat Thiel in den kommenden Monaten wieder diverse Auftritte seines neuen Programms “Der Humor” geplant, grösstenteils abseits der Theater. Der up!-Stamm selbst klang nach einer mit dem Publikum geführten Diskussion bei einem gemeinsamen Nachtessen aus.

     

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