• Wie bitte? Was will die up! abschaffen?

    Warum soll die Finanzordnung 2021 abgelehnt werden?

    Die Direkte Bundessteuer und die Mehrwertsteuer sind als temporäre Massnahmen entstanden, in den Krisenzeiten der zwei Weltkriege. Jene Aufgaben, die tatsächlich auf Bundesebene geregelt werden müssen, können aber heute so wie damals ohne diese Steuern wahrgenommen werden.

    Natürlich müssten viele Aufgaben des Bundes an die Kantone zurückdelegiert werden. Dies wäre aus unserer Sicht aber eine gesunde Entwicklung. Föderalismus und Subsidiarität sind wichtige Faktoren für den Wohlstand unseres Landes. Diese Prinzipen zu stärken würde zu mehr Wettbewerb unter den Kantonen, mehr Experimentieren mit verschiedenen Lösungsansätzen und mehr Wahlfreiheit für die Bürgerinnen und Bürger führen.

    Lesen Sie auch unser ausführliches Positionspapier: https://up-schweiz.ch/wp-content/uploads/2018/01/180114_PPFinanzordnung2021.pdf

    Ist die up! gegen die Demokratie?

    Nein. Wir sind jedoch der Meinung, dass eine Entscheidung nicht unbedingt moralisch richtig ist, nur weil sie demokratisch getroffen wurde. Dort wo es möglich ist, ist die Entscheidungsfreiheit für jeden Einzelnen dem Mehrheitsprinzip stets vorzuziehen. Wir fordern deshalb, dass auch der demokratische Staat sich aus dem Leben seiner Bürgerinnen und Bürger weitmöglichst zurückhält.

    Warum soll die AHV durch ein freiwilliges System ersetzt werden?

    Die AHV hat finanzielle Probleme. Viele davon waren vorhersehbar: Das Umlageverfahren war von Anfang an nicht nachhaltig, da die Bevölkerung der Schweiz nicht ohne Ende wachsen kann. Wir sind überzeugt, dass solche Fehler niemals hätten geschehen können, wenn man den Bürgerinnen und Bürger damals die Wahlfreiheit gelassen hätte.

    Um das System langfristig nachhaltig zu gestalten, müssen wir diese Wahlfreiheit wieder zurückbringen. Um die Vorzüge eines freiwilligen Systems zu geniessen, müssen wir aber nicht die Schwächsten unserer Gesellschaft zurücklassen. Wir können eine moderate soziale Unterstützung beibehalten, ohne die ganze Bevölkerung in ein marodes Umlageverfahren zu zwingen.

    Warum soll das Krankenkassenobligatorium aufgehoben werden?

    Man vergisst manchmal, dass vor der Einführung des Krankenkassenobligatoriums (KKO) bereits 99% der Bevölkerung versichert waren: http://www.santesuisse.ch/de/fuer-versicherte/basiswissen/faq/category/versicherungsobligatorium/

    Unser Gesundheitssystem setzt eine ganze Reihe falscher Anreize. Z.B. verleitet die All-You-Can-Eat-Mentalität die Menschen dazu, exzessiv Leistungen in Anspruch zu nehmen. Auch verführen die Preisregulierungen des TarMed Spitäler dazu, unprofitable Behandlungen nicht zu machen, obwohl sie nötig wären, und überteuerte Leistungen öfter zu machen, als gut für die Patienten ist.

    Eine umfassende Deregulierung des Gesundheitswesens ist nötig. Die Abschaffung des KKO ist nur ein Teil davon. Den Schwächsten unserer Gesellschaft können wir immer noch gezielt helfen. Wir müssen die Vorzüge der freien Marktwirtschaft nicht opfern, um den Ärmsten eine Grundsicherung zu gewährleisten.

    Um sich weiter über unsere Grundprinzipien zu informieren, empfehlen wir Ihnen “Das Gesetz” von Frédérich Bastiat: http://bastiat.de/bastiat/schriften/gesetz.html

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