• up!schweiz mahnt vor Risiken bei ICOs, will aber keine neue Regulierung

    In den letzten Monaten hat die Ausgabe von neuen Blockchain Tokens (auch “Initial Coin Offerings” oder ICOs) vermehrt zu Schlagzeilen geführt. Verschiedene Unternehmen haben dutzende bis hunderte Millionen eingenommen. Am vergangenen Freitag hat sich auch die Schweizer Finanzmarktaufsicht “FINMA” erneut zu Wort gemeldet, an die bestehenden gesetzlichen Regeln erinnert und eine vertiefte Überprüfung von einigen ICOs angekündigt.

    Im Markt herrscht zurzeit Goldgräber-Stimmung. ICOs haben sich in kürzester Zeit als eine moderne Form der Kapitalbeschaffung etabliert. Für die Unabhängigkeitspartei up! ist klar, dass sich unter den Marktteilnehmern auch schwarze Schafe befinden, die vor allem ihre persönliche Bereicherung im Auge haben. “Einige Spekulanten werden viel Geld verdienen, einige aber auch viel verlieren”, erwartet Vorstandsmitglied Silvan Amberg, der sich auch beruflich mit Blockchain-Unternehmen befasst. “Nicht überall wo Geld verdient oder verloren wird, muss aber zwingend ein neues Gesetz her.”

    So lobt up! die Behörden für ihre bisherige pragmatische Vorgehensweise. “Die Schweiz, die FINMA, die Greater Zurich Area und der Kanton Zug haben sich in den letzten Jahren hervorragend positioniert. Unser Land hat echte Chancen, sich langfristig als ‘Crypto Valley’ zu etablieren.”, so Serge Brunner, welcher sich ebenfalls im Vorstand von up! mit dem Thema befasst. “Es wäre schade, wenn übereifrige Politiker diesen Vorteil aufs Spiel setzen würden.”

    Gemäss up! sind auch die Medien in der Verantwortung. “Die Medien warten nur auf die ersten Betrugsfälle, welche sie dann genüsslich ausschlachten können. Stattdessen würden sie besser ihre Verantwortung wahrnehmen, und die Bevölkerung über die Funktionsweise und Risiken von Kryptowährungen aufklären.” Eine grosse Verantwortung tragen gemäss up! auch die Branchenorganisationen. “Wirtschaftsverbände wie die Crypto Valley Association haben ein Interesse daran, dass sich nur ehrbare Unternehmen in der Schweiz ansiedeln und Betrugsfälle möglichst frühzeitig erkannt und entlarvt werden können.” Die Hauptverantwortung liegt gemäss up! aber nach wie vor bei jedem einzelnen. Wer Geld in einen ICO investiert, sollte sich gut informieren und beraten lassen.

    up!schweiz will Kryptowährungen nicht regulieren

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