• Gesundheitskosten: up! sieht Reformbedarf bestätigt

    Die Gesundheitskosten dürften auch in den nächsten Jahren trotz politischer Massnahmen deutlich ansteigen. Die KOF Konjunkturforschungsstelle der ETH Zürich hat in einer am Dienstag publizierten Mitteilung neue Prognosen der schweizerischen Gesundheitsausgaben bis 2018 bekanntgegeben. Für das laufende Jahr rechnet das Institut mit einem Anstieg der Kosten von 4.1%; für das nächste Jahr mit einem Plus von 3.9%.

    Diese Zahlen berücksichtigen Einsparungen durch politische Massnahmen wie die Wiederaufnahme der Überprüfung der Medikamentenpreise oder die Anpassung des Ärztetarifs TARMED. Das KOF rechnet jedoch lediglich mit kleinen Auswirkungen: „Die Einsparungen durch die Überprüfung der Medikamentenpreise dürften das Wachstum nur geringmässig eindämmen“, heisst es in der Studie.

    Die Unabhängigkeitspartei up! sieht sich angesichts dieser Ergebnisse in ihrer Position zur Gesundheitspolitik bestätigt. „Die planwirtschaftliche Ausgestaltung des Gesundheitssystems ist ein Grundsatzproblem – und bisher getroffene oder angestrebte politische Massnahmen werden das Kostenwachstum kaum eindämmen“, so die Stellungnahme der Partei.

    Bereits im April hat up! konkrete Ansatzpunkte für eine Verbesserung des Gesundheitswesens geliefert und alternative Versicherungsmodelle mit eingeschränktem Leistungskatalog vorgeschlagen. Durch die zusätzliche Flexibilität solcher Optionen würden die Eigenverantwortung und Kostenwahrheit gestärkt, da sich Leistungsempfänger besser entsprechend ihrer Bedürfnisse versichern könnten. Nur ein echter Wettbewerb der Modelle könne dem Preiswachstum Einhalt gebieten, hält die Partei fest.

     

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