• Impfzwang: Nicht die richtige Lösung

    Wegen einer steigenden Anzahl Masernfälle in der Schweiz fordern Universitätsprofessoren einen Impfzwang für Kinder und Jugendliche. Gegen diesen Zwang wehrt sich die Unabhängigkeitspartei up! vehement: Zwar erkennt sie die Problematik des Nicht-Impfens an, sieht jedoch im Zwang eine Entmündigung der Eltern.

    Gemäss Statistiken des Bundes breiten sich die Masern in der Schweiz erneut aus. up!-Mitglied Livio Patera bedauert diese Entwicklung. Dennoch hält es der zweifache Vater für eine Überreaktion, diese Entwicklung mit einer de-facto-Entmündigung der Eltern zu bekämpfen „Es kann nicht angehen, dass mir der Staat vorschreibt, was das Beste für mein Kind ist, und in diesem Fall mit Schulausschluss droht. Als Vater zweier Kinder weiss ich sehr wohl, was das Beste für meine Kinder ist. Ich bin schliesslich für ihr Wohlergehen verantwortlich!“

    Die Partei sieht mit einem Impfzwang den Grundsatz ausgehebelt, dass Eltern für ihre Kinder haften und für ihr Wohlergehen verantwortlich sind. Wie Patera festhält, sei sich up! durchaus bewusst, dass Nicht-Impfer andere Individuen gefährden können, die sich aus bestimmten Gründen nicht impfen können oder bei denen der Impfstoff nicht wirkt. “Eine mögliche Gefährdung anderer geht jedoch auch von Autofahrern aus. Wollen wir alles verbieten, was nur schon vielleicht jemand anderem schaden könnte?”, fragt Patera. Er sieht eine bessere Lösung in einer Sensibilisierung durch den Kinderarzt. Das funktioniere ohne Zwang und zusätzliche Kosten und respektiere auch das Recht auf körperliche Unversehrtheit.

     

    170613-MM_Impfzwang

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