• Vaterschaftsurlaub ist Privatsache!

    Die Initiative für einen 20-tägigen Vaterschaftsurlaub ist dieses Wochenende mit über 100’000 Unterschriften zustandegekommen. Die Initiative beabsichtigt, allen Vätern nach Geburt ihres Kindes auf Kosten der Allgemeinheit einen Urlaub zu gewähren. Dagegen ausgesprochen hat sich bereits die Unabhängigkeitspartei up!: Sie sieht im Vaterschaftsurlaub die staatliche Begünstigung eines bestimmten Lebensmodells und dadurch eine Diskriminierung aller anderen.

    Die Partei begründet ihre Ablehnung mit dem Grundsatz, dass Familie Privatsache sei. Wie die Partei festhält, soll jeder Mensch selber bestimmen können, wie sein Familien- oder Lebensmodell aussehen soll. Das beinhalte die Wahl des Partners, die Art des Zusammenlebens und auch die Anzahl an Kinder. Das bedeute auch, dass der Staat nicht Familienmodelle festlegen oder begünstigen solle. Livio Patera, up!-Mitglied und selbst Vater zweier Kinder, spricht sich klar gegen eine solche Begünstigung aus: «Für uns war von Anfang an klar, dass ich 1-2 Wochen nach der Geburt frei nehmen werde. Das waren meine Kinder mir immer wert. Mir war auch von Anfang an bewusst, dass ich das selber zu berappen hatte. Warum sollte ich damit jemand anderes belasten? Es war meine Entscheidung!»

    up!schweiz spricht sich seit Gründung dafür aus, dass alle Individuen selber bestimmen können, wie und mit wem sie zusammenleben wollen. Das beinhaltet auch eine Absage an die «staatliche» Ehe: private Verträge zwischen den Eheleuten sollen die Ehe regeln. Eingriffe des Staates in Form von Subventionen oder Zwangsabgaben lehnt die up! kategorisch ab, so auch staatlich bezahlten Vaterschaftsurlaub. Diesen sieht sie nicht zuletzt auch als eine Bevorzugung von Vätern gegenüber kinderlosen Männern.

     

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