• Fremdspracheninitiative: up! will Wahlfreiheit

    Die Zürcher Kantonalsektion von up! spricht sich klar gegen die Volksinitiative „Mehr Qualität – eine Fremdsprache an der Primarschule“ aus. Die Vorgabe der Anzahl Fremdsprachen in der Primarschule soll für up!zürich Sache der Eltern sein. Gemäss der Partei müsse auch bei staatlicher Bildungspolitik eine gewisse Flexibilität und Anpassung an jedes Kind möglich sein.

    Für up!schweiz umfasst individuelle Freiheit auch die Wahlmöglichkeit der Unterrichtsfächer. Livio Patera, up! Mitglied und Vater zweier Kinder, meint dazu: „Nicht jedes Kind erlernt gleich gut eine Fremdsprache, wie auch nicht jedes Kind mathematikbegabt ist. Diese Vorgabe trägt der individuellen Begabung eines Kindes keine Rechnung.“

    Auch ist für Patera nicht ersichtlich, warum gerade Französisch gewählt wird als Fremdsprache, und nicht zum Beispiel Italienisch oder das weiter verbreitete Englisch oder gar eine Programmiersprache. „Wir müssen unsere Kinder bestmöglich auf das Leben vorbereiten, ohne ihnen den Spass am Lernen zu nehmen“, so Patera weiter, „denn wenn die Kinder erst verdrossen sind, lernen sie gar nichts mehr, und das wäre fatal!“

    Individuellere Schulwahl ist seit Gründung eine Forderung der Unabhängigkeitspartei. Mittels Bildungsgutscheinen will die Partei einen faireren Wettbewerb zwischen Privatschulen und staatlichen Schulen erreichen. Wahlfreiheit und Schulautonomie würden dann eher zu passenden Angeboten für Kinder führen. „Es kann nicht sein, dass meine Kinder zu Unterrichtslektionen wie „Schwimmen“ oder „Französisch“ gezwungen werden, obwohl wir Eltern das gar nicht wollen“, argumentiert Patera, „Deshalb sind wir dediziert gegen diese Volksinitiative des Kantons und engagieren uns für ein NEIN.“

     

    170508-MM_Fremdspracheninitiative

     

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