• «Republik» als Modell für die SRG?

    Constantin Seibt und Christof Moser haben mit dem erfolgreichen Crowdfunding des Medienprojektes „Republik“ für Aufsehen gesorgt. Die Unabhängigkeitspartei up! gratuliert den Initianten und schlägt vor, ein ähnliches Konzept für die SRG zu entwickeln.

    „Als Liberale freuen wir uns, dass es Journalisten gibt, die mit Eigeninitiative etwas auf die Beine stellen anstatt in den Wandelhallen für neue Subventionen zu weibeln“, erklärt Silvan Amberg, Vorstandsmitglied von up!. Dass Seibt und Moser nicht unbedingt auf der politischen Linie von up! sind, stört die liberale Partei dabei nicht. „Eine möglichst vielfältige und unabhängige Medienlandschaft ist in einer Demokratie begrüssenswert.“

    Für up! zeige der Erfolg des Projektes, dass es in der Schweiz auch im Internet-Zeitalter eine Zahlungsbereitschaft für qualitativen Journalismus gebe. Mit Blick auf die anstehende Volksabstimmung zur Abschaffung der Radio- und Fernsehgebühren („No Billag“) sei es notwendig, auch über alternative Finanzierungen der SRG nachzudenken. „Anstatt mit Gebührengeldern einen Abstimmungskampf gegen die Bevölkerung zu führen, sollte die SRG-Spitze einen Plan erarbeiten, wie das Fernsehen ohne Gebühren finanziert werden kann. Crowdfunding könnte eine mögliche Massnahme sein“, so Amberg weiter.

    Auch den Bundesrat sieht die Unabhängigkeitspartei in der Verantwortung: „Solange wir in der Schweiz ein staatlich finanziertes Fernsehen haben, muss der Bundesrat seine Verantwortung wahrnehmen und die SRG-Leitung dazu motivieren, einen Plan B für die Finanzierung zu erarbeiten. Der Bevölkerung bis zur Abstimmung keine Alternativen aufzuzeigen, ist undemokratisch.“

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