• Gesundheitswesen: Wettbewerb statt „Pflästerlipolitik“

    Da Zahl der praktizierenden Ärzte und die damit verbundenen Gesundheitskosten steigen seit Jahren stark an. Der Bund will nun mit einer Anpassung der Leistungsverordnung des Krankenversicherungsgesetzes gewisse Leistungen von der stationären in die ambulante Behandlung verschieben. Der Unabhängigkeitspartei up! geht dies zu wenig weit. Sie fordert weitergehende Reformen bei der Leistungsverordnung.

    Das Hauptproblem des Gesundheitswesen ist gemäss up!, dass es sich um ein planwirtschaftliches Modell handle. Aus Angst vor einer Unterversorgung würde in der Leistungsverordnung detailliert festgeschrieben, welche Leistungen von der obligatorischen Krankenversicherung bezahlt werden müssten. “Diese Planwirtschaft hat in der Schweiz zu einer Überversorgung und einer Explosion der Kosten geführt”, kritisiert Silvan Amberg von der liberalen up!. “Wenn wir die Kosten in den Griff bekommen wollen, müssen wir umdenken, und auch Kosten-Nutzen-Überlegungen im Gesundheitswesen wieder zulassen.”

    Konkret schlägt up! vor, dass die Krankenkassen alternative Versicherungsmodelle mit einem eingeschränkten Leistungskatalog anbieten können. So solle ein echter Wettbewerb der Modelle entstehen, in dem sich die besten Modelle durchsetzen und die Preisexplosion gebremst würde. Angst davor, dass der Wettbewerb zu einer praktischen Abschaffung der Grundversicherung führt, hat up! nicht. Bereits vor Einführung der Krankenkassenobligatoriums seien die meisten Schweizerinnen und Schweizer ausreichend versichert gewesen.

     

    170403-MMGesundheitswesen

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