• Freie Fahrt für Fernbusse!

    Das Bundesamt für Verkehr prüft momentan ein Konzessionsgesuch für Schweizer Städteverbindungen: Das Busunternehmen Domo Reisen will die Strecken St. Gallen-Genf, Basel-Zürich-Chiasso sowie Basel-Vevey-Brig anbieten. Die Unabhängigkeitspartei up!schweiz begrüsst die Marktöffnung für Fernbusse und fordert eine komplette Liberalisierung des Personenbeförderungsgesetz.

    Dieses besagt heute, dass «Reisende mit regelmässigen und gewerbsmässigen Fahrten» nur vom Bund transportiert werden dürfen. „Alle Unternehmen sollten die Möglichkeit haben, zivile Transportdienstleistungen anzubieten, ohne bürokratische Hürden wie Konzessionen auf sich nehmen zu müssen. Das schafft Wettbewerb, der die Kosten für Mobilität stark senken und für die Schweizer Reisenden einen positiven Mehrwert schaffen wird. Wenn das Konzessionsgesuch hoffentlich akzeptiert wird, ist es wichtig, dass dem Fernbusverkehr nicht absichtlich Steine in den Weg gelegt werden, weil man befürchtet, dass das bestehende Monopol der SBB herausgefordert werden könnte“, so Serge Brunner, Vorstandsmitglied von up!schweiz und regelmässiger Zugreisender.

    Wie Brunner anmerkt, scheine es sich jedoch leider abzuzeichnen, dass die SBB bzw. der Bund dem Fernbusverkehr mit dem Scheinargument der „gleich langen Spiesse“ zukünftig das Leben schwer machen will. So werde beispielsweise gefordert, dass private Fernbusbetreiber das Halbtax-Abo akzeptieren müssten, obwohl sie private Anbieter mit völlig anderen Preisstrukturen als die SBB seien. Ausserdem heisse es nach wie vor, dass durch die Angebote der Fernbusse «die bestehenden Angebote des öffentlichen Verkehrs nicht wesentlich beeinträchtigt werden», was willkürlichen Spielraum für Einschränkungen zulässt, falls der Fernbusverkehr der SBB zu hohe Marktanteile abgraben könnte. Dies sei in Anbetracht der horrende Preise für gewisse Strecken der SBB nicht unwahrscheinlich.

     

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2 Comments

  1. Muriel sagt: 24. Februar 2017 at 12:13

    Überschaubare Relevanz begrüßt diese Positionierung der Unabhängigkeitspartei up!schweiz.
    „Ich freue mich eigentlich immer, wenn jemand sich für Liberalisierung ausspricht, gerade bei einem blödsinnigen alten Zopf wie diesen Fernverkehrsmonopolen“, so Muriel Silberstreif, Chefredaktionsvorsitzendenkonferenzvorsitzender des beliebten Blogs und begeisterter Schokoladenesser.
    Wie Silberstreif jedoch in diesem Zusammenhang anmerkte, irritiert ein wenig dieser anscheinend immer noch aktuelle Brauch, sich in derlei Mitteilungen selbst in der dritten Person zu zitieren. So wirke der Stil unnötig gestelzt und man verliere Flexibilität für sympathischeren Ausdruck.
    Der abartig erfolgreiche Blogger und zukünftige Beststellerautor fügte allerdings großmütig hinzu, dass er schon verstehen könne, wenn man sich an solche Gepflogenheiten hält, um nicht andererseits Seriosität einzubüßen, und um die Übernahme durch andere Stellen zu erleichtern.

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