• Eine schwarze Liste der Steuerhöllen

    Die dritte Reform der Unternehmenssteuern (USR III) wurde am letzten Sonntag deutlich abgelehnt. Die Stimmbevölkerung wollte damit dem internationalen Druck, der zur Reform geführt hatte, nicht nachgegeben. Kaum waren die Resultate bekannt, drohte die EU der Schweiz erneut mit einer schwarzen Liste. „Länder, die sich für Alternativen zur EU-Politik entscheiden, werden mit schwarzen Listen abgestraft. Mit diesem erhöhten Druck beabsichtigt die EU, souveräne Entscheide zu kippen und Standortwettbewerb zu ersticken“, kritisiert Martin Hartmann, Driver von up!schweiz.

    Hartmann stört sich auch an der Bezeichnung „Schwarze Liste“. Eine Liste von Steueroasen sollte eine „weisse Liste“ sein, denn eine geringe Steuerlast sei erstrebenswert. Auf eine „Schwarze Liste“ sollten laut Hartmann dagegen Staaten mit hoher Steuerlast gesetzt werden. Diese Staaten würden ihre Bürger nämlich zu stark belasten und neigten häufig auch dazu, den Steuerwettbewerb anzugreifen, da er für sie unangenehm sei. Als Basis für die Liste könnten dabei der Anteil der Steuereinnahmen am BIP eines Landes dienen.

     

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    Schwarze Liste der Steuerhöllen

    Land Anteil der Steuereinnahmen am BIP, 2015
    Dänemark  46,6%
    Frankreich 45.5%
    Belgien 44.8%
    Österreich 43.5%
    Italien 43.3%
    Schweden 43.3%
    Finnland 39.4%
    Holland 37.8%
    Luxemburg 37.0%
    Deutschland 36.9%
    Griechenland 36.8%
    Slowenien 36.6%
    Portugal 34.5%
    Spanien 33.8%
    Estland 33.6%
    Tschechien 33.5%
    Slowakei 32.3%

    Quelle: OECD

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