• AHVplus: Eine weitere Meile auf dem Irrweg AHV

    AHVplus ist wie ein kräftiger Tritt aufs Gaspedal, wenn man mit dem Auto bereits auf eine Wand zurast: das Allerfalscheste unter den gegebenen Umständen. Die finanziellen Aussichten der AHV sind bereits heute miserabel. Der zünftige Ausbau, den die Initiative will, würde nur dazu dienen, den drohenden Schaden noch grösser zu machen. Darum lehnt up! dieses realitätsfremde Begehren entschieden ab und fordert einen Systemwechsel in der Altersvorsorge.


    Abstimmungsdossier: hier


    Der Inhalt der AHVplus-Initiative, die von Gewerkschaften und linken Parteien getragen wird, ist so einfach wie falsch: Mit einer Übergangsbestimmung in der Verfassung will sie alle AHV-Renten generell um 10% erhöhen. up! lehnt diese Initiative klar ab. Die Initiative ist teuer, kontraproduktiv und ungerecht.

    Teuer: Die Initiative verursacht bis zu 5.5 Milliarden Franken zusätzliche Kosten jährlich. Die AHV wird – ohne Gegenmassnahmen – in Zukunft jährlich bereits Milliardendefizite schreiben. Jede zusätzliche Ausgabe bedeutet ein grösseres Defizit. Mit der AHVplus-Initiative würde das voraussichtliche Defizit 12.5 Milliarden im Jahr 2030 betragen. Dafür zur Kasse gebeten würde überwiegend die junge Generation. Das ist unverantwortlich.

    160828-AHVimSturzflug

    Kontraproduktiv: Für viele Menschen, die Ergänzungsleistungen beziehen, würde sich die Lage durch AHVplus nicht bessern. Ein Teil von ihnen würden mehr Geld in Form der AHV-Rente statt in Form von Ergänzungsleistungen erhalten. Der andere Teil würde mit der Initiative sogar schlechter dastehen,. Da Ergänzungsleistungen steuerbefreit sind und die AHV-Rente nicht, stehen sie am Ende schlechter da.

    Ungerecht: Die Initiative will einen Zuschlag von 10 Prozent auf alle Renten. Auch auf die Maximalrente. Das bedeutet auch: Zusätzliche Renten von über 50’000 Franken für Vielverdiener! Das ist ungerecht und verschwenderisch.

    160828-RentenAbzockerPaul

    Angesichts der wiederkehrenden Probleme in den AHV-Finanzen schlägt up! vor, die AHV längerfristig durch ein System der individuellen Vorsorge abzulösen. Solche Sparpläne, wie sie unter anderem in Chile verwendet werden, haben keine Probleme mit Veränderungen in der Bevölkerungsstruktur und würden auch einkommensschwachen Haushalten offenstehen. Das Argument, dass ein Grossteil der Bevölkerung für eigenverantwortliches Sparen zu kurzsichtig sei, hält up! für arrogant und falsch, zeigt sich doch in vielen Bereichen, dass durchaus breite Bevölkerungsschichten für Wechselfälle des Lebens vorsorgen.

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