• „Studierende gegen die Stipendien-Initiative“: Los gehts!

    Am 14. Juni 2015 stimmt das Schweizer Volk über die „Stipendieninitiative“ des Verbands Schweizer Studierendenschaften (VSS) ab. Bisher entstand in den öffentlichen Debatten zu diesem Thema der Eindruck, dass Schweizer Studierende geschlossen hinter dieser Initiative stehen würden. Das ist jedoch nicht der Fall: In Zürich hat sich heute das Komitee „Studierende gegen die Stipendieninitiative“ der Öffentlichkeit präsentiert.

    Das Komitee wolle darauf hinweisen, dass auch Studierende gegen die Stipendieninitiative seien, so Simon Scherrer, Präsident des Komitees und ETH-Student. Von Studierenden könne verlangt werden, dass sie Zusammenhänge unvoreingenommen beurteilen und Lösungen analysieren können. Betrachte man aber die mit der Stipendieninitiative vorgeschlagene Lösung, so müsse man zum Schluss kommen, dass diese Lösung untauglich sei.

    Aus Sicht des Komitees leidet die Stipendieninitiative an vielen Mängeln: Sie zerstöre jeden Arbeitsanreiz für Studierende, nehme den Kantonen die Möglichkeit, bei der Stipendienvergabe neue und eigene Wege zu beschreiten, verschleiere finanzielle Verantwortung zwischen Bund und Kantonen, bringe untragbare Mehrkosten mit sich und verdränge bereits bestehende private Unterstützungsangebote. „Dass niemand aus finanziellen Gründen von einem Studium ausgeschlossen werden soll, ist wichtig und selbstverständlich. Mit ihrem Zentralisierungseifer richtet die Stipendieninitiative aber mehr Schaden an, als sie nützt“, erklärte Sina Rüdisüli, Mitglied des Komitees und Studentin an der ZHAW School of Management and Law.

    Die „Studierenden gegen die Stipendieninitiative“ gingen an ihrer Pressekonferenz noch einen Schritt weiter und wiesen auf zahlreiche Probleme hin, die mit der heutigen Studienfinanzierung verbunden seien. Sie präsentierten aber auch gleich einen Alternativvorschlag, um diese Probleme zu entschärfen: Mit einer nachlaufenden Hochschulabgabe könnten Studienabsolventen besser und direkter an den Kosten ihres Studiums beteiligt werden, ohne dass finanziell schwache Personen von einem Studium ausgeschlossen würden.

    Ins Leben gerufen wurde das Komitee von der Unabhängigkeitspartei up!schweiz. Es steht jedoch allen Studierenden offen, die sich gegen die Stipendieninitiative aussprechen. Diese können auf der Homepage (www.stop-stipin.ch) dem Komitee beitreten.

    Mehr Informationen über das Komitee finden Sie in der Medienmappe.

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