• up! will Schweizerische Nationalbank privatisieren („End the SNB“)

    Die Unabhängigkeitspartei up! empfiehlt die Enthaltung zur Goldinitiative. Die Initiative wirft die richtigen Fragen auf, kann aber die angeprangerten Probleme des Papiergeldsystems nicht lösen. Die Goldverkaufsvorschrift kann sich unter Umständen sogar negativ auswirken. Als Gegenvorschlag stellt up! ein umfassendes Positionspapier zur Geldpolitik vor, in der sie die Gleichberechtigung alternativer Währungen wie Goldfranken oder Bitcoins fordert. Zudem will up! die Schweizerische Nationalbank privatisieren, um gleichlange Spiesse für alle Währungen zu schaffen.

    Goldinitiative – richtige Fragen, falsche Antworten
    Am 30.11.2014 stimmen wir über die Volksinitiative „Rettet unser Schweizer Gold (Goldinitiative)“ ab. up! empfiehlt, sich bei der Initiative zu enthalten. Die Goldinitiative kritisiert zwar zu Recht die expansive Geldpolitik der Nationalbank. Die vorgeschlagene Lösung vermag jedoch nicht zu überzeugen. „Die von der Initiative geforderte 20%ige Golddeckung ist nichts anderes als eine Anlagevorschrift. Wie die Initianten selbst zugeben, hindert sie die Nationalbank in keiner Weise an der Geldexpansion.“ erklärt Silvan Amberg, Ökonom und Co-Präsident von up!schweiz. Das von der Initiative geforderte Verkaufsverbot des Goldes hindert im schlimmsten Fall sogar die Nationalbank, die Geldmenge zu reduzieren und wäre somit kontraproduktiv. Positiv ist zu beurteilen, dass Gold immer noch eine stabilere Anlage ist, als die Devisen maroder ausländischer Staaten.

    Freies Marktgeld als Lösung
    „Eine goldgedeckte Währung hätte durchaus ihre Vorteile, insbesondere, weil sie nicht von der Politik manipuliert werden könnte.“ meint Fabio Andreotti, Leiter Geldpolitik bei up!schweiz. Eine echte Golddeckung benötigte aber eine verfassungsmässig definierte Goldparität sowie eine verfassungsmässig garantierte Einlösepflicht für Banknoten. Ob eine Papiergeldsystem oder eine Goldwährung besser sei, kann letztlich nur der Markt beantworten. Deshalb fordert up! ein Marktgeldsystem, bei welchem die Wirtschaftsteilnehmer selbst entscheiden können, ob sie mit Papiergeld, Goldmünzen oder Bitcoins bezahlen.

    SNB muss privatisiert werden („End the SNB“)
    Solange das Papiergeld eine faktische Staatsgarantie geniesst, werden alternative Währungen kaum eine Chance haben. Damit die verschiedenen Systeme mit gleichlangen Spiessen in einen echten Wettbewerb treten können, muss die SNB privatisiert und ihr die Staatsgarantie entzogen werden.

    Hier finden Sie unser Positionspapier als PDF: up!_Positionspapier Geldpolitik

Comments are closed.