• Verbot des Kapitalbezugs? Nicht mit uns!

    Heute hat der Bundesrat entschieden, dass die Möglichkeit des vorzeitigen Kapitalabzugs aus der Pensionskasse wegfallen soll. Sein Geld aus der Pensionskasse herauszunehmen und damit ein Haus zu kaufen oder ein Unternehmen zu gründen, das wäre damit kaum mehr möglich. [mehr]

    Offiziell fällte der Bundesrat diesen Entscheid, um die Leute davon abzuhalten, ihr akkumuliertes Geld zu verprassen und danach Ergänzungsleistungen zu beantragen. Der Bundesrat verschweigt jedoch das quantitative Ausmass dieses Problems und begibt sich mit diesem Vorschlag auf das Glatteis des Paternalismus.

    Zudem dürfte man wohl mit dieser Neuerung auch darauf abzielen, das letzte Korrektiv im staatlich gefangenen Pensionskassensystem noch aus der Welt zu schaffen. Die berufliche Vorsorge, hoffnungslos durchpolitisiert und dementsprechend unnachhaltig, überliess es dem Zwangssparer bis anhin noch, sein Geld bei Unzufriedenheit abzuziehen und anderweitig anzulegen. Mit der vorhersehbaren Unterdeckung der Pensionskassen würde diese Möglichkeit wohl noch verstärkt genutzt, die Probleme des Zwangssparens noch offensichtlicher. Da ist es geradezu elegant, diesen Mechanismus im Namen der Missbrauchsbekämpfung auszuschalten.

    Dies ist natürlich nur ein Symptom eines Vorsorgesystems, das über Jahrzehnte politisch in eine Sackgasse manövriert wurde, und damit absehbar. Wer der Politik freie Hand gibt über seine Altersvorsorge, muss sich nicht wundern, wenn diese immer unverschämter zugreift.

    Im Gegensatz zu allen anderen Parteien steht up! dafür ein, dass jeder Mensch seine Altervorsorge wieder in die eigene Hand nehmen kann. Niemand sollte solchen Entscheiden schutzlos ausgeliefert sein. Darum: Totale Liberalisierung der Altersvorsorge!

3 Comments

  1. Alexander Popovic sagt: 25. Juli 2014 at 19:04

    Und wie wollen Sie verhindern, dass Leute ihr Geld verprassen und später dem Staat zur Last fallen?

    • Dominik Rüttimann sagt: 16. August 2014 at 16:56

      @Alexander Popovic:
      Indem es schwieriger gemacht wird, dem Staat zur Last zu fallen! Jemand der seine Pensionskasse verprasst und selbst nichts fürs Alter gespart hat, muss dann halt zwangsläufig mit der AHV alleine auskommen. Wenn er dazu seinen Standard massiv herunterschrauben muss, so hat er dies selbst so entschieden und wird die Folgen seines eigenen Handelns tragen. Das setzt allerdings ein Minimum an Reflektiertheit und Charakter voraus, welches gerade das soziale Gutmenschentum für sich beansprucht.

      Eine andere Frage an Sie: Wie wollen Sie verhindern, dass Leute die Früchte ihrer Arbeit für Penionskassenbeiträge opfern, dann einem frühen Tod zum Opfer fallen und diese Früchte nie geniessen können? Wie antworten Sie einem krebskranken Freund auf diese Frage?

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